alte Ansichtskarten / old postcards

Degi-AK

click to enlarge the picture: Degi-AK

Degi ist die Abkürzung für Ansichtskarten des Verlages Deutsche Gemälde-Industrie Georgi & Co.

Degi-Ansichtskarten gehören zum Genre der Ölgemälde-Imitations-Ansichtskarten. Dieses Genre beschreibt Ansichtskarten, die durch ihre reliefartige Strukturierung der Oberfläche den Eindruck erwecken, daß Ölfarbe aufgetragen ist.

Degi-Karten zeigen naturalistische, dem Realismus zugewandte Abbildungen der zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung tätigen und beliebten Genremaler. Dabei wurde für den Druck der jeweiligen Serien-Ansichtskarte das Gemälde eines Künstler reproduziert. Somit wurden Degi-Karten auf Grund ihrer aufwendigen und detailgetreuen Herstellungsweise die Gemälde des "kleinen Mannes".

Um 1915 wurden die ersten Degi-Ansichtskarten gefertigt. Dies belegen die meist selten postalisch gelaufenen Exemplare. Degi-Karten wurden als Serien-Karten produziert – das heißt, dass das zum Auflagendruck verwendete Gemälde eines Künstlers mit einer Seriennummer auf der Rückseite der Ansichtskarte versehen wurde.

Über die Auflagenstärke der jeweiligen Serienummer ist nichts bekannt. Auffällig ist, dass nur wenige Exemplare unter der Seriennummer 300 existieren. Auch sonst gibt es in der Degi-Serie Lücken bzw. Häufungen von heute erhältlichen Serien-Karten. Besondere Beliebtheit erfuhren Degi-Karten in den "goldenen" Zwanzigern. Mit Ende des zweiten Weltkrieges endet die Ära des Degi-Verlages.

Viele Genrekünstler verschafften sich durch die Reproduktion ihrer Werke eine größere Verbreitung. So mancher als "Kitsch-Maler" verschrieener Künstler, der seine Werke der Degi zur Verfügung stellte, fand später Eintritt in Galerien und Museen und wurde ein über die Epoche hinaus anerkannter Künstler.

Beispiele:
Paul Émile Chabas
Eduard von Grützner
Hans Dahl
Christian Mali

Comment of Igor Wachtel , Bartko-Reher-Team

Bargain Degi-AK:

 
We use cookies for for technical reasons and marketing purposes / ad measurement. additional information / customise cookies